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Flaute im Bett! 8 Wege, wie ihr euer Verlangen füreinander entfachen könnt

Das gegenseitige Verlangen erlebt bei allen Liebespaaren Ebbe und Flut. Die Arbeit, die falsche Stimmung, der Stress generell, die Kinder oder die Wechseljahre – was auch immer es ist, es gibt immer einen Partner, der unter der Unlust des anderen leidet. Es ist zu einfach, die Länge der Beziehung zu beschuldigen – oder gar den Partner. Ob ihr Monate, Jahre oder Jahrzehnte zusammen seid, die Anziehung sinkt in der Regel nur, wenn der Beziehung keine Aufmerksamkeit mehr geschenkt wird. In den meisten Fällen nehmen sich Paare nach einer Weile keine Zeit mehr füreinander und halten sich für selbstverständlich.

Dadurch leidet die Attraktivität füreinander. Ich habe viele solcher Phasen erlebt und dachte immer, eine neue Partnerin wäre der einzige Ausweg, um wieder Höhenflüge zu erleben. Doch das ist ein Trugschluss. Es kommt immer wieder zum selben Problem. Über viele Jahre hinweg habe ich Wege gefunden, die helfen können, diese Unlust zu verhindern oder zu überwinden.

 

1. Entfernt eure Blockaden

 

Nichts schränkt das Verlangen mehr ein, als ungelöste innere s€xuelle Blockaden. Ob es sich dabei um ein Trauma oder um blockierte Wünsche generell handelt. Diese innere Anspannung ist der Hauptgrund, für die Unlust.

Es ist zwar nicht unmöglich mit inneren Blockaden häufig S€x zu haben, doch die Qualität des S€x leidet erheblich darunter. Guter S€x bedeutet sich verbunden zu fühlen, sich nicht verstellen zu müssen und die S€xualität in all ihren Facetten voll ausleben zu können.

Für dieses Problem kann sich jeder eine professionelle Hilfe suchen, wie beispielsweise ein Therapeut oder ein spezialisierter Coach. Das Wichtigste ist, diese Blockaden lösen zu wollen und sich dieser inneren Anspannungen bewusst zu werden. Der erste Weg ist die offene Kommunikation mit dem Partner. Seid urteilsfrei und voll von Verständnis und Mitgefühl.

Ermöglicht euch gegenseitig eure Bedürfnisse, mit so viel Einsatz und Hingabe wie möglich. Vor allem Männer müssen wieder lernen präsenter zu sein beim S€x (und in der Beziehung generell). Seid für eure Partnerin da, fühlt euch in sie hinein und liebt euch durch sie hindurch. Auch wenn es manchmal schwierig ist, im Eifer des Gefechts oder der aufkommenden ungezügelten Emotionalität der Frauen, eine liebevolle Standhaftigkeit zu beweisen.

Und an die Frauen: Bitte kommuniziert eure Bedürfnisse! Ihr müsst nicht haarklein erzählen, was ihr für Vorlieben habt. Das soll der Partner gerne erforschen und herausfinden. Aber sagt eurem Partner, dass er aufmerksamer und präsenter sein soll, wenn ihr das Gefühl habt, dass er nicht bei der Sache ist. Männer sind häufig beim Akt völlig unbewusst. Diese Kritik muss das fragile S€x-Ego des Mannes einfach abkönnen.

 

2. Fühlt eure Körper

 

Wir sind so verkopft und digitalisiert, dass wir kaum noch unseren Körper hören. Alles staut sich im Kopf an, erzeugt Stress im ganzen Körper und macht uns krank. Es fühlt sich so an, als wären wir bloß ein Kopf mit Händen. Man könnte sagen, dass viele Menschen verlernt haben, ihren Körper zu fühlen. Dabei ist Fühlen so immens wichtig, für ein gesundes (S€x)Leben.

Wie stellt man den Kontakt zum Körper wieder her? Mit Bewegung zum Beispiel! Geht in der Natur spazieren, trainiert euren Körper, gebt euch Massagen oder lasst euch professionell massieren. Reduziert den Stress aus eurem Alltag so gut es geht und gönnt euch Wellness. Das Leben ist stressig genug, doch kaum einer sorgt für ein gesundes Gleichgewicht aus Arbeit bzw. Pflichten und Entspannung.

Schafft euch Rituale, bei denen ihr euch auf euren Körper konzentriert. Masturbiert bewusst und länger (mit duftenden Körperölen), füttert euch gegenseitig mit Essen (Erdbeeren, dunkle Schokolade), nehmt ein gemeinsames Bad mit anregenden Duftölen. Fühlt so oft es geht in euren Körper hinein und beobachtet die inneren Vorgänge. Schaut euch tief in die Augen und beschreibt euch, was ihr fühlt. Erzählt euch von euren Träumen und Sehnsüchten und beschreibt euch ebenfalls, was dabei in euch vorgeht.

Dadurch werdet ihr euch immer stärker mit eurem Körper verbinden, fühlt euch weniger gestresst und seid ausgeglichener. Somit steigt euer S€xdrive von alleine an. Je mehr ihr Fühlen lernt, desto dankbarer wird euer Liebesleben und euer Partner euch sein.

 

3. Streicht Orgasmen aus eurem Akt

 

Liebe Männer, S€x kann auch ohne Orgasmus toll sein. Und das für Mann und Frau. Frauen kommen sowieso seltener beim S€x zum Höhepunkt als Männer. Dadurch fühlen sich viele Männer angestachelt und wollen ihre Partnerin mit aller Gewalt (aka unbewusster Performance-Krankheit aka verkrampfte Pleasing-Methode) zum Orgasmus zwingen. Leider ist das Resultat das Gegenteil von dem, was sie sich erhofften.

Männer, die sich den Druck machen eine gute Performance inklusive dreifachen Vaginalorgasmus, fünffachen Klitoral-Rittberger und einen Regenbogen beim Squirt-Orgasmus hinzulegen, kommen meistens schon bevor die Frau überhaupt irgendein Laut von sich geben konnte. Deswegen sei hier dringend empfohlen, den Orgasmus und den damit einhergehenden Performance-Charakter, ein für alle Mal aus dem Liebesakt zu streichen.

Männer wie Frauen sind viel zu besorgt mit der Zufriedenheit ihres Partners und bewirken das Gegenteil. Wie wäre es, wenn ihr einander einfach mal erforscht, ohne irgendein Ziel im Sinn zu haben. Es gibt hier kein Patentrezept á la „3 Schritte, mit der du deine Partnerin ins Delirium vögelst“. Dafür sind wir einfach zu komplexe Wesen. Wir haben Alle andere Vorlieben und sind mit komplett verschiedenen Erfahrungen s€xuell erzogen sowie konditioniert worden.

Das Spannende ist, deinen Partner bzw. deine Partnerin sehr bewusst zu entdecken, zu öffnen und wirklich kennenzulernen. Erst wenn man komplett miteinander entspannen und sich vertrauen kann, wird S€x großartig.

 

4. Neue Stimulationen und Einflüsse

 

S€x ist durch und durch konditioniert und folgt in der Regel ein und demselben Prozedere, wieder und wieder und wieder. Das heißt nicht, dass der S€x schlecht sein muss. Wenn Paare mit derselben S€xroutine zufrieden sind, ist das völlig ok. Eine gewisse Routine erzeugt Vertrauen und Sicherheit.

Dennoch ist es in vielen Beziehungen so, dass sich einer von beiden nach einem spannenderen abwechslungsreicheren S€xleben sehnt. Wenn du jede Bewegung deines Partners vorhersehen kannst, ist es jedenfalls Zeit für eine Abwechslung.

Dazu könnt ihr in die Trickkiste greifen und euch mit allen möglichen S€xspielzeugen eindecken. Probiert eure schmutzigsten Fantasien aus, probiert Kinky-S€x sowie Bondage oder inspiriert euch zusammen vor Pornofilmen. Bezieht all eure Sinne mit ein, gönnt euch Ganzkörpermassagen, macht Rollenspiele mit „Kostümen“, verbindet euch die Augen und gebt euch dabei Orals€x.

Seit kreativ, hier gibt es keine Grenzen. Hauptsache ihr findet etwas, was ihr noch nie ausprobiert habt. Ebenso ist es sehr aufregend an öffentlichen Plätzen (Umkleidekabine, Park, Kino etc.) S€x zu haben. Der Nervenkitzel des Verbotenen ist einfach unschlagbar.

5. Sei deinem s€xuellen Ich wohlgesonnen

 

Es wird immer wieder vorkommen, dass der S€x phasenweise etwas auf der Strecke bleibt. Das hat meistens äußere Einflüsse. Vor allem das Stresslevel hat einen riesigen Einfluss auf unser S€xleben. Wenn etwas passiert, worauf ihr keinen Einfluss habt, akzeptiert es einfach. Kämpft nicht dagegen an und versucht euch nicht fertig zu machen oder gegenseitig die Schuld zuzuweisen. Es ist nicht eure Schuld und es wird nur schlimmer, wenn man noch mehr Stress erzeugt.

Das Beste, was ihr tun könnt, ist einfach soviel zuzulassen und zu genießen, wie es die Umstände zulassen. Stelle dir beispielsweise vor, du würdest ins Fitnessstudio gehen, obwohl du dich nicht 100% fit fühlst. Mache genau die Menge, die sich gut anfühlt und überanstrenge dich nicht. Genauso sehe ich es auch im Sexleben.

Die Arbeit mag teilweise sehr stressig sein. Wenn der S€xdrive darunter leidet, zeigt euch trotzdem eure Wertschätzung und Zuneigung. Auch wenn die Libido mal im Keller ist, kann man sich trotzdem noch Komplimente machen, massieren, oder sogar manuell oder oral befriedigen. Meistens steigt die Erregung dabei soweit, dass man sowieso zur Lieblingsbeschäftigung übergeht.

Seid weiterhin proaktiv und lasst euer S€xleben nicht komplett verebben. Denn erst dann beginnen die wahren Beziehungsprobleme. Seid also nachgiebig mit euch. Kommuniziert es offen und ehrlich mit eurem Partner. Mit Sicherheit werden euch ziemlich aufregende Lösungen einfallen.

 

6. Satzergänzungs-Methode

 

Über S€x wird zu wenig gesprochen. Und das vor allem in Beziehungen. Viele meiner männlichen Klienten geben zu, dass sie mit ihren besten Freunden ausgiebig über S€x reden, aber nicht mit ihren Partnerinnen. Glaubt ihr bei Frauen ist das anders? Nö! Miteinander reden hilft. Für Abhilfe sorgt eine sehr praktische Übung.

Die Satzergänzungs-Methode ist ein sehr effektives Instrument für das gegenseitige Verständnis. Es wird von den renommiertesten und besten Beziehungstherapeuten auf der ganzen Welt angewandt. Dazu könnt ihr euch aus einer Menge von Satzstämmen bedienen, die in der Praxis schon Wirkung zeigten.

Du suchst dir zunächst einen Satzstamm heraus und deine Partnerin muss den Satz beenden. Dazu kann sie ihn mit so vielen Satzendungen schmücken, wie ihr einfallen. Beispielsweise nehmt ihr den Satz: „Ich fühle mich am wohlsten mit unserem S€xleben, wenn…“ Jeder muss nun beispielsweise fünf unterschiedliche Satzendungen finden.

Mit dieser kleinen Übung lernt ihr unglaublich wertvolle Dinge über das Innenleben und die Bedürfnisse eures Partners. Wer eine kleine Starthilfe benötigt, hier sind ein paar Beispielsätze:

  • „Ich fühle mich am wohlsten mit unserem S€xleben, wenn…“
  • „Am meisten liebe ich an unserem S€xleben…“
  • „Die beste Methode, um mich in Stimmung zu bringen ist, wenn…“
  • „Eines der heißesten Dinge, die du während des S€x machst, ist…“
  • „Wenn es noch eine Sache in unserem S€xleben geben sollte, wäre es…“
  • „Ich fühle die größte Wertschätzung, wenn du…“
  • „Eine Sache, die ich unbedingt mal ausprobieren möchte, ist…“

Baut gerne eure ganz eigenen persönlichen Sätze. Ihr versteht das Prinzip;).

 

7. Die 3-Minuten-Umarmung

 

Diese Übung hilft euch weniger bei eurem S€xleben (oder eher indirekt), als vielmehr eure Beziehung füreinander zu festigen oder vielleicht sogar zu hinterfragen. Wichtig ist es dabei, den Partner innig und fest für mindestens 3 Minuten zu umarmen. Am besten umarmt ihr euch so, dass eure Herzen aneinander liegen. Das heißt ihr legt euren Kopf auf die linke Schulter (von euch aus rechts) eures Geliebten.

Während ihr euch umarmt, fühlt in euch hinein. Fühlst du dich eingeengt oder willst du eine noch innigere Umarmung? Fühlst du dich anteilslos oder sogar abgestoßen? Fühlst du dich geliebt oder unangenehm und befremdend? Spürst du eine Wärme oder eine Kälte?

Unsere körperlichen Zärtlichkeiten (vor allem eine innige Umarmung) erzählen uns viel über unsere Beziehung. Die emotionalen Blockaden, die unmittelbar das S€xleben beeinflussen, werden spürbar. Diese Übung gilt als Kompass für eure intime Beziehung. Es zeigt euch die fehlende Nähe füreinander, die Gefühle, an denen ihr arbeiten könnt, oder die innige Verbindung, die ihr noch weiter damit festigt.

 

8. Nicht anfassen, nur gucken

 

Dieser Tipp ist vor allem den Paaren in längeren Beziehungen gewidmet, aber auch für frischverliebte kann es sehr reizvoll sein. In dieser Übung verbietet man sich gegenseitig, aneinander anzufassen, geschweige denn irgendwelche Zärtlichkeiten auszutauschen.

Dafür nehmt ihr euch eine bestimmte Dauer des Zölibats vor. Schon eine Woche des absoluten „Anfassverbots“ kann dafür sorgen, dass ihr übereinander herfallen werdet, wenn die Woche vorüber ist. Diese Übung verstärkt die Wertschätzung füreinander. Denn man vermisst erst, was man hat, wenn es nicht mehr da ist.

Zudem ist es das Verbotene, welches die Spannung ins Unerträgliche steigert. Stellt euch vor, ihr legt im Bett und dürft euch nicht mehr berühren. Ein nettes kleines Spiel mit der Psychologie. Solltet ihr allerdings nach einer Woche immer noch wie ein Mönch oder eine Nonne leben wollen, ist es Zeit die Beziehung ernsthaft zu hinterfragen – oder ins Kloster zu gehen.

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Wer ist Jörg Sprave?

 

Online-Unternehmer und Blogger Jörg Sprave hilft Menschen mit Inspiration, Motivation und der richtigen Einstellung ihre Blockaden zu lösen, ein erfüllteres Liebesleben zu erreichen und dauerhaft zu kultivieren - mit viel Lebensfreude, Leichtigkeit und Humor. Gratis Termin buchen!